9.6.1883 Gründungsversammlung SKG
26 Kynologen traten im Zürich zusammen und gründeten unsere Landesorganisation. Im Gründungsprotokoll wurde festgehalten, dass sich der neue Verein nicht nur mit der Pflege des Jagdhundes befassen wolle.
Zu dieser Zeit befassten sich die Schweizer mit dem Jagdhund und mit Hundeausstellungen.
26.4.1895 Vortrag “Der Hund im Dienste der Armeen”.
J.B. Staub (Präsident SKG, 1896-1903 und 1912-1914) wies in seinem Referat, gehalten in der Sektion Zürich des SKG, auf die Kriegshunde (Meldehunde und Sanitätshunde) des Auslandes hin. Im Ausland wurden die Kriegshunde durch die Armee (Berufsarmee) ausgebildet.
In der Schweiz wurden zu dieser Zeit noch keine Kriegshunde eingesetzt.
17.8.1902 Gründung des Schweizerischen Schäferhund-Clubs / SC.
Anlässlich der Ausstellung in Zürich beschlossen die anwesenden Schäferhund-Leute, einen eigenen Club in der Schweiz zu gründen. Obwohl man eng mit dem deutschen SV zusammenarbeitete, wollte man nicht dessen Untersektion sein.
18.3.1903 Anleitung zur Dressur und Verwendung des Kriegshundes
Hptm i.G. A. Berdez in Bern veröffentlicht eine Anleitung:
Diese kurze Anleitung ist aus dem Bestreben hervorgegangen, auch in der Schweiz das Interesse für Kriegshunde zu wecken. In den Heeren unserer Nachbarstaaten, mit langer Dienstzeit, werden die Kriegshunde von den Bataillonen selbst aufgezogen und ausgebildet. In der Schweiz, wo die Mannschaften längstens 8 Wochen im Dienste stehen und während dieser Zeit Wichtigeres zu tun haben, ist es unmöglich, den Kriegshund bei der Armee aufzuziehen und auszubilden. Dies müssen wir der Privatinitiative und dem Sport überlassen, hauptsächlich aber auch den Leuten, die selbst für einen dressierten Kriegshund Verwendung haben. Der Dienst des Kriegshundes ist dem Dienste des Polizeihundes sozusagen gleich, sodass die Hoffnung berechtigt erscheint, durch Vereinigung der Anleitungen dem Kriegshunde und dem Polizeihunde zugleich grössere Verbreitung zu verschaffen. Zugleich aber bezweckt diese Anleitung, alle Bestrebungen und Unternehmungen zur Heranbildung solcher Hunde in die nämliche Bahn zu leiten, um eine einheitliche Ausbildung der Hunde zu erhalten. Dies ermöglicht dann, besondere Prüfungen einzuführen, bei denen gute Leistungen durch Urkunden und Preise ausgezeichnet werden können, wodurch die Sache wesentlich gefördert wird.
Möge diese kurze Anleitung. bei allen in Frage kommenden Persönlichkeiten gütige Aufnahme finden und hauptsächlich Sicherheitswachen, Polizei und Grenzwachorgane sich ermuntern lassen, Hunde in der hier angegebenen Weise zum Dienste heranzuziehen.
09.5.1903 Anleitung zur Dressur und Verwendung des Sanitätshundes
Es darf als ein nicht geringes Verdienst betrachtet werden, dass sich Herr Hauptmann im Generalstab A. Berdez die Mühe nicht verdriessen liess, anlässlich seiner Studien über Dressur und Verwendung des Kriegshundes auch den Sog. Sanitätshund in den Kreis seiner Arbeiten einzubeziehen und darüber eine besondere Anleitung zu verfassen.
Wer mit dem schweiz. Heerwesen nur einigermassen vertraut ist, weiss, dass unsere Militärsanität numerisch zu schwach dotiert ist, um im Kriegsfalle ihrer Aufgabe in vollem Umfange gerecht zu werden, eine Erscheinung, die übrigens bei den Heereseinrichtungen aller Länder mit Inbegriff der bestorganisierten Militärstaaten konstatiert werden muss. Jedes Heer ist daher zur Vervollständigung seines Sanitätsdienstes auf die sog. freiwiIIige Hilfe angewiesen, welche es sich angelegen sein lässt, in Friedenszeiten Geldmittel und Sanitätsmaterial zu sammeln und Hilfs-Sanitätspersonal auszubilden, mit andern Worten eine möglichst weitgehende Kriegsbereitschaft in Bezug auf den Sanitätsdienst herzustellen. Ein sehr geeignetes Mittel zur Hebung derartiger Bestrebungen bildet unstreitig auch die Dressur sog. Sanitätshunde, wie sie seit einer Reihe von Jahren vom «Deutschen Verein für Sanitätshunde» mit grossem Erfolge geübt wird.
Es wäre im Interesse des freiwilligen Hilfsvereinswesens lebhaft zu wünschen, dass die Anleitung des Herrn Hauptmann Berdez recht weite Verbreitung finden möchte und eine ansehnliche Zahl von Sanitätsoffizieren sowie von Mitgliedern von Rotkreuz- und Samaritervereinen bewegen würde, sich mit der Dressur und Verwendung von Sanitätshunden zu befassen. 
15.5.1903 Kriegs- und Sanitätshunde in der Schweiz
Bericht im Zentralblatt für Jagd, Hunde-Liebhaber u. Fischerei von Herr Hptm i.G. A. Berdez in Bern.
13.3.1904 Gründung des “Schweiz. Verein für Kriegs- und Sanitätshunde”
Am 13.3.1904 wurde in Zürich unter dem Präsidium von Hptm Berdez der “Schweizerische Verein für Kriegs- und Sanitätshunde” gegründet.
Das Projekt entwickelte sich aber nur sehr langsam, und schon im ersten Jahresbericht wurde bemängelt, dass ein ausgebildeter Sanitätshund weder bei den kynologischen noch bei Samaritervereinen vorgeführt werden konnte. In der Öffentlichkeit fehlte das Interesse dieser Gebrauchshunde.
14.8.1904 1. Prüfung für Sanitäts-, Kriegs- und Polizeihunde in Bern.
Hauptmann Berdez erhielt mit seiner Kriegshündin “Resi von Wohlen” den 2. Preis.
15.1.1905 Jahresbericht des “Schweiz. Verein für Kriegs- und Sanitätshunde”
15.10.1906 1. Dressur-Prüfung für Deutsche Schäferhunde beim SC in Zofingen
7 Hundeführer zeigen mit Ihren Hunden Ihr Können. Bei den einzelnen Prüfungsfächern sind im Vergleich zu heute keine allzu grosse Abweichungen festzustellen:
1. Leinenführigkeit, 2. Setzen, Legen, 3. Folgen, frei, 4. Ablegen, frei, 5. Ablegen beim Gegenstand, 6. Appell, 7. Lautgeben, 8. Verweigern v. Futter aus fremder Hand, 9. Apportieren, 10. Sprung, 11. Hindernisnehmen, 12. Verloren-Suchen, 13. Folgen auf Spur des Herrn, 14. Verteidigen des Herrn, 15. Verfolgen des Verbrechers, 16. Aufnehmen der Spur nach Beriechen eines Gegenstandes, 17. Apportieren aus dem Wasser, 18. Nase und als Spezialprüfung 19. Meldungen auf 1 km.
Die letzte Disziplin war für den Kriegshund (Meldehund).
23.2.1912 Gründung “Verband Schweizerischer Polizeidiensthunde-Vereine” in Bern.
28.7.1914 Kriegserklährung
Die Feiern zum 1. August wurden fast überall abgesagt. Die Truppen besammelten sich im Kasernenhof und bei den verschiedenen Schulhäusern.
1.5.1915 Sanitätshunde in der Schweiz
Am 1.5.1915 erliess der Armeearzt ein Regulativ über die Einstellung von Sanitätshunden, welches am 14.6.1915 vom Militärdepartement genehmigt wurde.
Bericht im Centralblatt .
Die Armee beauftragte den SC und den Airedale-Terrier-Club Sanitätshundeprüfungen durchzuführen und Richter zu stellen.
30.10.1915 1. Schweizerische Sanitätshundeprüfung
Unter der Leitung der beiden Vereinspräsidenten und in Anwesenheit der Armeesanitätsleitung und des Roten Kreuzes wird die erste Sanitätshundeprüfung mit einer Beteiligung von 30 Hunden durchgeführt
Da die Armee vorerst die Abrichtung von Sanitätshunden nicht als Ihre Aufgabe betrachtete, bestanden nur im Rahmen der beiden Spezialclubs Ausbildungs- und Übungsmöglichkeiten. Der Wille, etwas zu tun war vorhanden, doch fehlte es an ausgebildeten Hundeführern. Bei der zunehmenden Lebensmittelknappheit war es nicht gerade motivierend, zu Hause einen Diensthund der Armee ohne Entschädigung durchzuführen. So verharrte das Sanitätshundewesen trotz Vorträgen und Zeitungsartikeln der Befürworter bei diesen Anfängen.
1.1.1916 Bericht in der Allgemeine Schweizerische Militärzeitung
Hauptmann Hans Frauchiger erläutert die Verwedungsmöglichkeiten der Hunde.
8.7.1918 1. Kurs für die Heranbildung von Sanitätshundeführern
Unter Leitung von Hptm Studer, Bern, fand auf der Oberalp der erste Kurs für die Heranbildung von Sanitätshundeführern  statt. Die 30 Hunde setzten sich aus 23 Deutschen Schäferhunden, 5 Dobermännern und 2 Airedale Terriers zusammen. Gegründet wurde darauf das erste schweizerische Sanitätshu nde Detachement.
Bemerkenswert ist folgende Notiz zu diesem Kurs: ” Von Gerten und Peitschen keine Spur, die moderne Pädagogik, die bei der Erziehung des Menschen ohne Prügel zum Ziele gelangen will, hat sich auch auf dem Gebiete der Hunde ihren Platz gesichert.”
Es war der einzige und letzte Kurs im Ersten Weltkrieg gewesen. Das VöIkermorden hatte ein Ende gefunden und Kriegshunde waren auch in unserer Armee nicht mehr gefragt; auch die sportliche Kynologie hatte keine Lust mehr, sich mit ihnen zu befassen.
31.8.1918 Schweizerische Hundeausstellung (Kriegsausstellung) in Langenthal
Kriegs-, Polizei-, Wach- und Jagdhunde wurden beim Hotel Kreuz ausgestellt und die Arbeit von  Kriegshunden wurde gezeigt.
1919 Der SC erhielt sein 1. Reglement für Leistungsprüfungen
Es gab 3 Prüfungsklassen: Der Begleithund, der Schutzhund und der Polizeihund.
1.-3.11.1926 3. Sanitätshundeprüfung in Basel
Acht Jahre gingen dahin, bis sich der unermüdliche Hptm Studer entschloss, eine Sanitätshunde Prüfung vom I. – 3. November 1926 in Basel durchzuführen. Es erschienen bloss sieben Hunde, und ihre Leistungen vor dem Oberfeldarzt Oberst Hauser waren mehr als bescheiden. Es meldeten sich Hundeführer, die in ihrem Leben noch nie einen Sanitätshund an der Arbeit gesehen hatten. Doch die massgebenden Kreise liessen sich nicht entmutigen. Die neue Sanitätsdienst Ordnung aus dem Jahre 1926 sah ein Sanitätshundeführer-Detachement vor, geführt von Hptm Studer.
12.6.1927 1. Öffentliche Sanitätshunde-Prüfung
Mit gutem Erfolg führte die Ortsgruppe Solothurn und Umgebung des SC die “1. Öffentliche Sanitätshunde-Prüfung” durch. Diese galt als Probe für die 2. Armee-Sanitätshunde-Prüfung in Gelterkinden, an der sich leider nur 9 Hundeführer beteiligten.
24.-26.10.1927 4. Armeesanitätshundeprüfung
Die Prüfung wurde abgehalten in Verbindung mit einer mehrtägigen Übung der Sanitätsrekrutenschule.
1928 Kriegshundedienst
Im November ermächtigte der Bundesrat das Militärdepartement, die Organe eines Kriegshundedienstes zu schaffen. Auf Initiative des Kommandanten der 2. Division, Henri Guisan, wurden 1928 auf freiwilliger Basis Versuche mit Meldehunden durchgeführt.
15.08.1928 Meldehunde
Bericht in der Allg. Schweizerischen Militärzeitung von Oberst P. Keller, Fribourg.
1930 1. eigentliche Prüfungsordnung des SKG
Die positive Entwicklung setzte sich ein, als die SKG ihre erste eigentliche Prüfungsordnung erhielt, in der auch Bestimmungen über die Ausbildung von Sanitätshunden vorgesehen waren. Ganz allgemein kann gesagt werden, dass das Dressurwesen der SKG von 1930 – 1939 einen ungeahnten Aufschwung erlebte, was die dafür verantwortliche Technische Kommission bewog, 1937 Verhandlungen mit den Militärbehörden aufzunehmen, um die Vorbereitungen zur Stellung von Kriegshunden für den Ernstfall an die Hand zu nehmen. Eine Zusammenarbeit zwischen der Armee und der SKG bahnte sich an, und dies vor allem unter dem Drucke der sich rapid verschlechternden Weltsituation. Vorzügliche Pionierarbeit leistete auch der Anfangs März 1938 gegründete “Nordwestschweizerische Armeehundeführer-Verein” mit Sitz in Basel.
1933 Kriegshundelager in Savatan
Die Armee schuf 1933 in Svatan ein Kriegshundelager. Ein Dresseur mit einem Gehilfen wurde eingestellt und die Leitung Hptm Balsiger übertragen. Es galt nun, 100 Hundeführer zu suchen, die bereit waren, einen Hund auf eigene Kosten zu halten und zu trainieren. Pro Infanterieregiment waren 3 Equipen mit 6 Mann und 6 Hunden in Aussicht genommen, pro Division also 50 – 60 Mann.
1935 Erste Kriegshundeführer- RS in Savatan
1935 wurde in Savatan unter der Leitung von Major Balsiger die erste zentrale «Rekrutenschule» für Mann und Hund durchgeführt. Hoch oben in den Felsen über den Dörfern Lavey und St-Maurice waren über 50 Tiere untergebracht und erhielten ihre Ausbildung als Melde- und Verbindungshunde. Zumeist waren es deutsche  Schäferhunde. Die Militärverwaltung macht aber auch Versuche mit Appenzeller und Dürrbächler Hunden, sowie mit eigener Züchtung.
20.2.1935 Inspektion der Meldehundelager in Savatan
Inspektion des Kommandanten des I. Armeekorps, Oberstkorpskommandant Guisan, des Kriegshundekurses 1/1935.
Bericht im “Der Schweizer Soldat” Nr. 15 von 1935

Bild: Meldehundeabteilung in Inspektionsaufstellung.

Bericht im “Der Schweizer Soldat” Nr. 16 von 1935

Bild: Abgang eines Meldehundes. Sobald die Mel depatrone angehängt wird, fängt er an, nach vorne zu drängen. Mit dem Kommando “dung” (Meldung) lässt der Hundeführer den Hund los und wirft sich sofort nieder, damit er möglichst aus dem Gesichtsfelde des Hundes verschwindet.

12.11.1936 Kriegshunde-Detachement der 4. Div., WK 1936
Bericht im “Der Schweizer Soldat” Nr. 6 von 1936

Bild: Die Kriegshunde der 4. Division im WK. Aufmerksam harren die Tiere in den Gesamtdressurübungen des Befehls ihrer Führer..

1.8.1937 Bundesfeierkarte 1937
2.-3.10.1937 1. Schweizerische Diensthundeprüfung
Unter Anwesenheit von Oberstkorpskommandant Henri Guisan und unter der Leitung von Ferdinand Schmutz, Bern, fand die “1. Schweizerische Diensthundeprüfung” mit einer Beteiligung von 143 Hundeführer (38 Grenzwächtern, 65 Kantons- und Stadtpolizisten und 40 Armeehundeführern) statt. Der Erfolg war durchschlagend und erweckte bei den zuständigen Behörden Sympathien für den Kriegshund.
3.4.1938 Gründung des “Nordwestschweizerischen Armeehundeführer-Vereins”
Zur ausserdienstlichen Zusammenfassung der Melde- und Sanitätshundeführer wurde Sonntag, den 3. April 1938 in Birsfelden unter Beteiligung von “Hündelern” aus der ganzen Nordwestschweiz der “Nordwestschweizerischen Armeehundeführer-Verein” mit Sitz in Basel gegründet.
19.5.1938 Bericht über den Kriegshundedienst
Bericht im “Der Schweizer Soldat” Nr. 18 von 1938

Unsere Meldehunde. Der Meldehundeführer mit seinem treuen Dienstkameraden.

17.8.1939 Bild im Schweizer Soldat
Vorführung von Melde- und Sanitätshunden beim Überwinden von Hindernissen.
28.8.1939 Kriegsmobilmachung
Angesichts der drohenden Kriegsgefahr beschloss der Bundesrat am 28. August 1939, den Grenzschutz aufzubieten. Für das Gros der Armee war der 2. September “erster Mob.-Tag”.
30.8.1939 General Henri Guisan
Am 30. August 1939 wurde der Kommandant des 1. Armeekorps, Henri Guisan, vor der Vereinigten Bundesversammlung zum Oberbefehlshaber der Armee gewählt und vereidigt.
30.9.1939 Kriegshundedienst
Aus dem Bericht der Technischen Commission (TC): «Nachdem wir uns bereits seit dem Jahre 1936 vergeblich um eine Beteiligung der SKG am Kriegshundewesen bemühten, brachte die gegenwärtige internationale Lage die Wende.»
Der Oberbefehlshaber der Armee unterstellte mit Verfügung vom 30.9.1939 den gesamten Kriegshundedienst der Abteilung für Sanität. Am 18./19.11.1939 erfolgte in der Kaserne Bern ein Einführungskurs für Richter. Das bis dahin mehr oder weniger auf sportlicher Basis betriebene Kriegshundewesen bekam nun ein anderes Gesicht. Die Dressurleiter der Sektionen erhielten ein militärisches Aufgebot. Das Programm des zweitägigen Kurses bedeutete ein umfangreiches Arbeitspensum. Einleitende Vorträge von Major Balsiger, Lt Lüthi und O. Vollenweider über Geschichtc und Entwicklung des Kriegshundes gehörten zum theoretischen Teil. Einem Satz des Generals H. Guisan kam besondere Bedeutung zu: «Man muss für diese Sache eintreten. Auch wenn dafür viel Geld aufgewendet werden muss, soll man der Überzeugung sein, dass damit das Leben nur eines einzigen Soldaten geschont werden kann.» Der praktische Teil des Kurses war mit Übungen mit Melde- und Sanitätshunden ausgefüllt.
Die TC rief die sich mit der Abrichtung befassenden Sektionen und Leistungsrichter am 14.10.1939 auf, bei der Aufstellung eines Kriegshunde-Detachements behilflich zu sein. 1500 Formulare wurden verschickt, 475 kamen zurück und wurden an die Militärbehörden weitergeleitet. Weitere Auskünfte erteilte die TC nicht mehr, weil nun der SKG-Vorstand gegenüber der Armee als alleiniger Vertreter auftrat.
(Aus Kynologie von 1863 bis zur Gegenwart von Walter Glätti)
4.5.1940 Ausserordentliche Versammlung der Präsidenten und der Dressurleiter sämtlicher SKG-Sektionen und Spezialclubs in Olten
Vorsitz: M. Romang; anwesend: 200 Delegierte. Hauptgegenstand der Verhandlungen war die Beratung der Kriegshundeprüfungsordnung. Es wurde betont, dass bei einer Entlassung aus dem Militärdienst den Hundeführern die Verpflichtung obliege, ihre Hunde auch im Zivilleben zu trainieren. Es war Pflicht der Sektionen, die dafür notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.
An die Stelle der bisherigen Leistungsprüfungen traten die Armeehundeprüfungen. Die Armeehundeführer mussten den SKG- Beitrag von zwei Franken nicht mehr bezahlen. Kurzum, das sportliche Dressurwesen existierte nicht mehr.
1940 Soldatenmarken der San.-Hdfhr.-Kp.

Die San.-Hdfhr.-Kp. hat gemäss Befehlen Nr. 125 und 143 der Generaladjutantur eine Soldatenmarke herausgegeben. Der Entwurf stammt vom bekannten Pferdemaler Iwan E. Hugentobler in Zürich.
Die Auflage beträgt: 2000 4er.BLocks, d. h. 8000 Marken.
Die Marke wird nur in 4er.Blocks in den Handel gebracht. Der Verkaufspreis beträgt: Fr. 1.40 per Block, für Zivilpersonen und Wehrmänner anderer Einheiten, Fr. 1.20 per Block für Angehörige der San. Hdfhr.-Kp.
Der Reinertrag kommt notleidenden Wehrmännern der San. Hdfhr. Kp. zugute.
Die Kasse wird verwaltet von: San.-Sdt. Friedli Johann, ArmeekOmmando, Abt. für Sanität, Kriegshundedienst (Ziviladresse: Rötiquai 34, Solothurn).
7.2.1941 Die Arbeit des Sanitätshundes
“Sanitätshund mit seinem Führer” im Schweizersoldat.
15.2.1940 Der General erlässt Richtlinien über den Frauenhilfsdienst (FHD)
Tierärztliche Betreuung eines Meldehundes durch eine Veterinär-FHD.
22.8.1941 REX wird Polizeihund
Ein Bericht über die Polizeihundeschule auf dem Friesenberg.
29.8.1941 Kennzeichen für unsere Kriegshunde
Das Eidg. Militärdepartement hat für unsere Kriegshunde besondere Kennzeichen eingeführt, um die der Armee sehr nützlichen Tiere zu schützen.
5.9.1941 Munitionsnachschub durch Basthunde
Schweizer Sennenhunde, Berner Sennen, Bernhardiner und Neufundländer.
3.-4.10.1941 II. Schweiz. Diensthundeprüfung, 3./4. Oktober 1941 in Olten
Teilnehmer: Kriegshundeführer in der Sanitätshunde-KI., Meldehunde-KI., Schutzhunde-KI. und Traktionshunde-KI.
16.1.1942 Die Nachrichtenmittel der Armee
Der Meldeläufer, der Meldehund und die Brieftaube eignen sich unterschiedlich zum Überbringen von Nachrichten.
9.7.1943 Brieftaubentransport durch Meldehund
31.12.43 Der Hund bei der Ortswehren
Da und dort trifft man bei Ortswehr-Uebungen auch Meldehunde.
7.1.1944 Der Lawinenhund
Patrouille des Lawinenhundedienstes mit Lawinenhund
30.6.1944 Einsatz auf 3000 Meter Höhe
Müde keucht der Vierbeiner mit heraushängender Zunge über das letzte Firnfeld daher. Natürlich ist es “Barri”, der beste Munitionshund der Kompanie. 20 Kilogramm Munition hat der tapfere Appenzeller Sennenhund heraufgebracht.
1.2.1946 Der Meldehund
Bericht von Oblt Magron, Fachberater des Kriegshundedienstes
22.10.1946 Aufhebung des Kriegshundedienstes
Wegen Sparmassnahmen im Bundeshaushalt wird der Kriegshundedienst aufgehoben.
1954 Der Hund als “Vierbeiniger Soldat” von Ferdinand Schmutz
1957 Gründung des Militärhundewesend.
1960 Der Hund in der Armee (bis 1960) aus der Allg. Militärzeitung

Fortsetzung und Ergänzungen folgen.


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